ST10/ST12 (ST16) Throttle Ratchet?

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    • ST10/ST12 (ST16) Throttle Ratchet?

      Hallo,

      ich möchte meine ST12 gerne auf ein "non self centering" Throttle umbauen. Die Bewegungsrichtung hab ich ja schon geändert, also Knüppel nach vorn ist Sinken und Knüppel nach hinten Steigen (Heli Collective).

      Da ich das selbstzentrierende Gas überhaupt nicht mag, wollte ich dies nun wie in konventionellen Fernsteuerungen umbauen. Soweit auch kein Problem, man muss nur die Feder aushängen, jedoch braucht man jetzt so ein kleines Blech welches auf der bereits vorgesehenen Verzahnung des Steuergimbals läuft, da der Hebel sonst ohne Widerstand hin und her fällt.

      Bei Verwendung eines solchen Blechs, würde ich in der Mittelstellung in der Verzahnung des Gimbals eine etwas größere Mulde machen, so dass man gerade so merkt wenn man sich genau im "Hovermode" befindet. Leider ist so ein Blech für die ST10/12/16 nirgends zu bekommen.

      Einzig für einen Hubsan hab ich ein Video auf Youtube gefunden, wo eine solche Modifikation erklärt wird. Die Funke sieht, zumindest was das Gimbal angeht, dem Innenleben der ST10/12 sehr ähnlich. Aber auch hier habe ich nirgends das Blech als Ersatzteil finden können. So etwas selbst aus Federblech zu biegen, dass es auch sauber läuft, dürfte recht schwierig werden.

      Wisst ihr vielleicht wo man so ein "Throttle Ratchet" (im Deutschen hab ich keinen Fachbegriff dafür gefunden) herbekommen könnte, oder wer der tatsächliche Hersteller der ST10/12 Fernsteuerungen ist? Keine Ahnung ob die wirklich von Yuneec selbst gebaut werden oder von einem bekannten anderen Hersteller und nur Yuneec draufsteht. Dann könnte man evtl. aufs Zubehör von Standardfunken dieses Herstellers zurückgreifen.

      Hier das Video, was zeigt was ich gerne machen möchte:



      P.S:
      Ach ja, Yuneec scheint doch ein wenig gelernt zu haben, da zumindest in meiner ST12 die Potentiometer jetzt mit einem winzigen Tropfen Heißkleber oder ähnlichem fixiert sind, damit sie kein Spiel mehr haben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Viper1970 ()

    • So,

      hab jetzt mal ein wenig gesucht, aber leider ohne Erfolg. Die üblichen Anlaufstellen im Modellbau für Kleinteile etc., welche ich von früher noch kannte haben sich stark verändert oder existieren nicht mehr.

      Robbe und Graupner existieren zwar noch, aber oh mann was ist aus denen geworden .

      Hab ich alles gar nicht wirklich mitbekommen, da ich seit den 2000er Jahren fast ausschließlich mit meinem anderen Hobby beschäftigt war, oder gar keine Zeit für Hobbies hatte.

      Ich kann mich aber noch erinnern, dass es vor ca. 5 Jahren, als ich mal überlegt hatte mir wieder ein RC-Flugmodell zuzulegen, eine gigantische Auswahl an Airfoam-Bombern, Helis, Coptern und anderem Zubehör selbst in der Bucht gab. Auch da siehts jetzt wirklich traurig aus.
    • Hi Sven,
      über eine solche Ratche haben sich schon einige User Gedanken gemacht. Es gab da so Ideen in Richtung Federwerk eines alten Weckes nutzen aber eine wirklich gute Lösung ist mir nicht bekannt. Was ich noch in Erinnerung habe ist eine recht simple Geschichte
      Gab es damals auch beim großen A oder in der Bucht, scheint es aber wohl nicht mehr zu geben.
      Gruß - Bernd
      Einer der letzten Q500 4K Flieger und einer von 5 aus der Selbsthilfegruppe ;)
      Man muss sich die Menschen aussuchen
      die einem auf die Nerven gehen dürfen.
    • Hallo Bernd,

      ja das hab ich auch schon mal gesehen, ist aber genau das Gegenteil von dem was ich möchte :D .

      Ich wollte das Gas praktisch so, wie es früher jede Fernsteuerung für Flieger oder Helis hatte, also komplett ohne Zentrierung.

      Damit das klappt und das Ding nicht hin und her schlackert, braucht man ja nen Reibungswiderstand. Da gabs dann so Federbleche am Gas, die auf einer Feinverzahnung am Gimbal auflagen. So konnte man das Gas in jeder Stellung auch stehen lassen.

      Ich hätte jetzt noch mittig die Verzahnung etwas ausgefeilt, damit man merkt, wann man genau in Neutralstellung bzw. bei 50% Gas ist. Somit würde man auch die "Hover-Mode" Stellung immer leicht finden.

      Ich bin das halt so vom Heli fliegen (in den letzten Jahren eigentlich fast nur noch virtuell :rolleyes: - Freunde wollten mir mangels fehlender Praxis ihre Modelle irgendwie nicht mehr anvertrauen no:-) - versteh ich gar nicht :D ) so gewohnt und möchte das auch lieber als ein zentrierendes Gas.

      Mein Sohn hatte mal so ne Syma X8C ohne Altidude Hold, GPS etc. und die hatte auch noch ein normales Gas. Mit der kam ich viel besser zurecht als mit dieser zentrierten Mittelstellung.

      P.S: Hab schon überlegt mir da was passendes mit dem 3D-Drucker zu machen, so ne Schale mit ner Nase die man drüberschraubt, aber Plastik was auf Palstik schleift wird sich schnell abnutzen.
    • Ach so ja, na ist klar. Da hab ich wohl echt auf der Leitung gestanden. wal
      Ich würde ja glatt mal überlegen ob man eine komplette Einheit aus einer anderen Funke brauchen kann.
      User Landei (Fred) könnte da jetzt vielleicht helfen aber den hab ich hier schon lange nicht mehr gelesen. :(
      Gruß - Bernd
      Einer der letzten Q500 4K Flieger und einer von 5 aus der Selbsthilfegruppe ;)
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      die einem auf die Nerven gehen dürfen.
    • Na ja zumindest dieses Blech wäre schon mal nicht schlecht, den Rest also so nen Adapter, damit das Blech dann an der richtigen Stelle sitzt könnte ich wahrscheinlich auch drucken.

      Ich hätte ja noch so ein Blech in meiner normalen Funke, aber wenn ich das da ausbaue, dann ist die nicht mehr zu gebrauchen mh .

      Im Moment kann ich eh nicht klar denken, da mich meine TOLLE Modellbaukreissäge von Proxxon grad in den Wahnsinn treibt wal !
      Ich schneid hier grad kleine Kartonplatten und damit ist sie schon überfordert :cursing: ! Jetzt muss ich das Ding auch noch umbauen mit nem stärkeren Nähmaschinenmotor. Gibt's eigentlich heute noch irgend etwas, was out of the Box so funktioniert wie es sollte?!? kah
    • So,

      hab mal schnell nen Foto von der Verzahnung am Gimbal der ST12/10 gemacht. Wäre eigentlich alles da, also auch die Schraubaufnahmen für so ein Blech, wenn man denn das Blech irgendwo bekommen würde.

      Da sieht man übrigens auch die kleinen Klebepunkte zur Fixierung der Potis, die Yuneec nun anscheinend drauf macht, damit es nicht mehr zu den bekannten Kalibrierungsproblemen kommt. Ist am Poti für die Seitwärtsbewegung auch vorhanden, sieht man nur auf dem Foto jetzt nicht.
      Dateien
      • IMAG0087.jpg

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    • Für so einen geringen Weg muss es kein "echter" Federstahl sein. Als dünner Streifen sollte es genügend Stähle geben die eine gewisse elastische Dehnung haben (geht wieder in die Ausgangsform zurück).
      Gruß
      Wolfgang

      "Alle Weisheit lässt sich in zwei Worten ausdrücken: Warten und hoffen" Alexander Dumas
    • So, es ist vollbracht cool12:_ !

      Hab noch so ein Federblech in einer alten Graupner-Funke gefunden, die ich mal billig in der Bucht geschossen hatte und sie für meinen Sohn zu ner USB-Sim-Fernsteuerung umbauen wollte.

      Hatte das Ding total vergessen und der Sohnemann wird sie nicht vermissen, da er ja schon seit nem Jahr außer Haus ist und mit RC leider eh nicht viel am Hut hat. Der spielt lieber Gitarre :D .

      Die Mittelstellungsraste lies sich ganz leicht sehr exakt "einkerben". Blech draufgeschraubt, Federn auf Vollgas und auch nochmals mit dem Finger auf die Federmechanik, damit wirklich 100% die Mittelstellung da ist. Dann Lötkolben angeheizt und gaaanz vorsichtig kurz aufs Blech gehalten. So hat sich die Kerbe leicht eingeschmolzen. Danach etwas entgratet und passt perfekt! Musste nix nachkalibrieren sitzt haargenau. Danach die Feder vom Gas ausgehängt und alle nun überflüssigen Teile sauber in ein Tütchen verpackt.

      Also ich hab jetzt mal nen virtuellen Testflug mit dem UAV-Simulator gemacht und ich muss sagen ich bin begeistert 8o ! Wenn man den Q500 ohne GPS fliegt, geht der ja richtig ab. Aber da ist immer das Problem, dass er dazu neigt zu sinken wenn man mal richtig Gas gibt, also muss man mit dem Throttle (Pseudo-Collective) etwas gegenhalten, so wie halt beim Heli auch.

      Das geht mit dem nicht zentrierenden Gas um einiges besser, da man wenn man die richtige Gasstellung zum Ausgleichen gefunden hat, diese stehen lassen und mit feinen Korrekturen am Cyclic sauber die Höhe halten kann. Bin mal gespannt wie es beim nächsten Realflug wird. Ohne GPS fetzen war mir aufgrund des ungewohnten "Collective" nach einem Versuch beim letzten mal echt zu heikel.

      Falls es jemanden interessiert sollte oder vielleicht noch jemand vom Helifliegen kommt und das auch gerne anders hätte, kann ich morgen nochmal ein Foto der Modifikation machen. Funke war zum Testen jetzt gerade eh nur mit zwei Schrauben zusammengesetzt. Ist also kein Problem die morgen nochmal schnell auf zu machen.

      So jetzt wird TV geglotzt, ich wünsch euch noch einen schönen Abend,

      Grüße Sven
    • Viper1970 schrieb:

      Falls es jemanden interessiert sollte oder vielleicht noch jemand vom Helifliegen kommt und das auch gerne anders hätte, kann ich morgen nochmal ein Foto der Modifikation machen. Funke war zum Testen jetzt gerade eh nur mit zwei Schrauben zusammengesetzt. Ist also kein Problem die morgen nochmal schnell auf zu machen.
      Ein Foto von deiner Lösung wäre gut. :thumbsup:
      Gruß - Bernd
      Einer der letzten Q500 4K Flieger und einer von 5 aus der Selbsthilfegruppe ;)
      Man muss sich die Menschen aussuchen
      die einem auf die Nerven gehen dürfen.
    • Mal ne doofe Frage, sind die Steuerungselemnet an der Funke des Q500 schon mal kalibriert worden??
      Wäre der deutlich bessere weg als eine "Fixierung" in die Funke zu bauen damit der in einer Höhe bleibt...meine Meinung.
      Michael :)
      Zeige einem schlauen Menschen einen Fehler und er bedankt sich.Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er beleidigt dich. wink1;.
      Ständig zwingt man mich Dinge zu tun, wozu ich eigentlich gar nicht geeignet bin. Zb. .... nett zu dummen Menschen zu sein.
    • Morgen Bernd,

      hier mal für alle die das auch modifizieren möchten, die komplette Anleitung.

      Wer sein Throttle in eine "Collective" umwandeln möchte, also beim Drücken des Gashebels ein Sinken bewirken und beim Ziehen ein Steigen, der muss einfach den schwarzen mit dem blauen Pin am Poti des Gashebels tauschen. ACHTUNG! - DANACH MUSS DIE FERNSTEUERUNG NEU KALIBRIERT WERDEN! (Wer nur die Selbstzentrierung des Gashebel nicht mehr möchte, kann diesen ersten Teil überspringen)

      ---TEIL1---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

      Hierzu einfach VORSICHTIG den 3poligen Stecker (erstes Bild) lösen und GANZ VORSICHTIG die dort eingesteckten äußeren beiden Pins (Blau und Schwarz) mittels eines sehr feinen Schraubendrehers, einer Kanüle oder ähnlichem durch hochhebeln der Plastiknasen des Steckergehäuses lösen.

      Die Steckerpins sitzen wie Widerhaken in dem Steckergehäuse und werden durch kleine Nasen gesichert. Unbedingt darauf achten diese Nasen nicht auszubrechen!

      Wenn die Steckerpins aus dem Gehäuse sind, einfach Blau mit Schwarz tauschen und wieder richtig herum einsetzen (darauf achten, dass die Steckerpins wieder exakt mit der Seite nach oben sind wo sie in der Nase am Gehäuse einrasten - also so wie man sie auch herausgezogen hat) und einrasten.

      Jetzt muss Man die Fernsteuerung neu kalibrieren, da die Mittelstellung und auch die Endpunkte durch das "Umpolen" des Potis nicht mehr stimmen. Hierzu hab ich mal ein kurzes Youtube-Video verlinkt, wo das ganze (leider nur in Englisch) kurz erklärt wird. Bitte die Rekalibrierung nicht so hektisch wie im Video durchführen, sondern schön langsam und exakt! VORHER ALLE REGLER AUF MITTELSTELLUNG BRINGEN.



      UNBEDINGT nach der Kalibrierung im Hardware-Monitor alle Potentiometerauschläge und auch die Buttons und Switches nochmals auf korrekte Funktion überprüfen. Also Mittelstellungen und Vollausschläge bei allen Reglern und natürlich auch die korrekte Funktion sämtlicher Schalterstellungen bzw. der Druckknöpfe. Das Gaspotentiometer läuft nun natürlich GEGENLÄUFIG der Anzeige im Kontrollmenue. Das war ja auch der eigentliche Grund der ganzen Aktion ;) .

      ---TEIL2---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

      Für diese Aktion benötigt man ein passendes Federblech aus einer anderen alten Fernsteuerung, oder man besorgt sich so ein Blech als Ersatzteil. Selbst machen aus einem Stück Blech ist sehr schwierig, da das Ganze recht schmal sein muss und man ja weiß was passiert wenn man Blech mit der Blechschere schneidet. Es dreht sich auf, vor allem dünne Streifen. Man kann das zwar wieder plan dengeln, aber so richtig gut wird das nicht. Dann muss ja auch noch ein Loch gebohrt werden und scharfkantig darf das Ganze an der Schleifstelle auch nicht sein, sonst hackt alles.

      Leider war es mir nicht möglich ein wirklich passendes Federblech im Internet als Ersatzteil auszumachen. Ich hab einfach eine alte Fernsteuerung dafür "ausgeschlachtet".

      Wenn man die Fernsteuerung geöffnet hat und den Gashebel betrachtet (evtl. mal hin und her bewegen), sieht man dass dieser durch eine Federmechanik mittels eines Hebels immer wieder in die Ausgangsstellung zurück geführt wird. Das selbe gilt auch für die "Seitenruder bzw. Heckrotor-Funktion", also die Yaw-Achse und natürlich auch für den anderen Knüppel. Uns interessiert hier aber NUR die Throttle-Mechanik.

      Zunächst ist es wichtig die Feder maximal vorzuspannen. Dazu muss die kleine Inbusschraube direkt neben der Feder vorsichtig im Uhrzeigersinn ganz eingedreht werden, bis sie am Gehäuse aufliegt. Dadurch wird ein winziger Federspanner nach unten bewegt und die Feder zwischen ihren Aufhängungspunkten gedehnt.

      Beim Federblech darauf achten, das es eine gepresste Einkerbung hat, welche auf der Gimbalschleiffläche aufliegt. Wenn man das Blech von der Seite ansieht, sieht das so ähnlich aus wie ein V. Es gibt auch andere Bleche, so wie das welches ich hier verwendet habe, die nur plan auf der Schleifflächenverzahnung aufliegen. Damit man damit die Mittelstellungsraste verwirklichen kann, muss man den vorderen Teil, also gegenüberliegend der Bohrung, etwas nach unten biegen. Gerade so viel, das dieser Teil auf der Verzahnung schleift, aber nicht hackt.

      Jetzt kann man das Federblech (auf die richtige Länge achten, damit es relativ mittig auf der Schleiffläche der Gimbalmechanik aufliegt) mit einer kleinen Schraube in der oberen Bohrung befestigen. Unbedingt darauf achten, dass die Schraube nicht zu groß gewählt ist, da sonst die Bohrung gesprengt wird. Das dann wieder kleben, so dass es der Belastung stand hält ist fast unmöglich. Es empfielt sich auch eine Blechschraube bzw. eine für Plastikgehäuse geeignete Schraube und keine Gewindeschraube zu verwenden. Beim Eindrehen habe ich etwas Feinmechaniköl verwendet und hab die Schraube immer nur ein kleines Stück eingedreht, dann wieder heraus um das abgetragene Material aus der Bohrung zu führen und wieder ein Stückchen weiter rein. So kommt man vorsichtig langsam ans Ziel ohne den Plastikzapfen mit der Bohrung zu sprengen. Das Blech und wie es befestigt wird sieht man im zweiten und dritten Bild.

      Nun ist es wichtig, die Fernsteuerung bzw. den Teil des Gehäuses in welchem sich die Steuerknüppel befinden so zu lagern, dass die Knüppel absolut frei sind, also nicht durch das Aufliegen auf dem Tisch bereits in eine Richtung gedrückt werden. Dazu am besten irgendetwas unterlegen. Nun kann man zusätzlich nochmals auf den Hebel der Federmechanik drücken um absolut sicher zu sein, dass diese auch wirklich zentriert ist. Dann mit einem Lötkolben das Blech an der Stelle, wo es auf der Schleiffläche aufliegt, ganz kurz erwärmen. Gerade so viel, das sich durch Schmelzen eine ganz kleine Einkerbung auf der Schleiffläche bildet. Lieber öfters kurz erwährmen, als mit Vollgas alles zerschmelzen!!!

      Diese kleine Kerbe ist nun der Rastwiderstand, der die exakte Mittelstellung anzeigt und somit wann man sich Schwebemodus befindet. Man kann jetzt das Blech wieder lösen und etwas zur Seite drehen, damit man die eingeschmolzene Kerbe etwas entgraten und vielleicht auch verschleifen kann, falls nötig. Wenn man das Blech gebogen hat, so wie ich, empfiehlt es sich auch die scharfen Kanten welche vom Stanzen bei der Herstellung kommen, mit einer Feinfeile zu entgraten und auch die Kerbe in der Schleiffläche etwas zu entschärfen, damit es später nicht hackt. Hier ist natürlich ein Blech mit einer ab Werk vorgesehenen V-Kerbe wesentlich besser. Wie gesagt konnte ich leider keines finden. Danach evtl. etwas Fett oder Vaseline auftragen, damit das Plastik nicht abgeschliffen wird. Das vierte Bild zeigt die Kerbe.

      Jetzt kann man, nachdem man das Blech wieder befestigt hat, die Schraube zum Spannen der Feder ganz herausdrehen und entfernen. Die Feder ist nun so wenig gespannt, dass sie entweder sich schon von allein aushackt, oder dies sehr einfach mittels Feinmachanikerschraubendreher bzw. Pinzette möglich ist. Der untere Teil der Spannvorrichtung kann nun Richtung Gehäuseaußenseite der Fernsteuerung aus seiner Führung entfernt werden. Diese drei Teile hab ich in ein kleines Plastiktütchen und das wiederum unten rechts in eine nicht benutzte Befestigungsaufnahme des Gehäuses geklemmt und mit Tesafilm gesichert (fünftes Bild) so hat man es immer verfügbar, falls man den Umbau wieder rückgängig machen möchte.

      Jetzt die Kalibrierung auch wieder im Menue überprüfen und vergewissern, dass der Druck des Federbleches ausreichend ist um den Knüppel in einer eingestellten Position zu halten!

      Man könnte auch noch den Hebel der internen Federmechanik selbst entfernen, ich hab mir das aber gespart. Wenn man die Funke schüttelt, klapperts halt. Wen das stört, entweder Hebel entfernen oder diesen irgendwie anderweitig in seiner Position fixieren. Mir ist's egal, da ich ja weiß dass das Klappern nicht von abgebrochenen Teilen in der Fernsteuerung stammt :D .


      Bitte den Umbau, vor allem das Tauschen der Pins, wirklich nur machen, wenn ihr das so z.B. vom Heli gewohnt seit. Wenn's brenzlig wird, neigt man gerne dazu in "alte Gewohnheiten" zu verfallen und dies wäre hier fatal! Oben ist jetzt Unten und umgekehrt! Auch wird ein Loslassen des Gashebels nicht mehr dazu führen, dass der Copter die Höhe hält, sondern er wird in die Richtung weiter steigen oder sinken, die man eingestellt hatte. Ausnahme natürlich er war in der Kerbe der Mittelstellung. Dieses veränderte Verhalten kann schnell zu einem Totalschaden führen!


      Auch daran denken, vor dem Betätigen der HOME-Funktion in die Raste, also den Schwebezustand zu wechseln. Ein Test im UAV-Sim verlief zwar ohne Probleme, selbst wenn der Gasknüppel auf Steigen oder Sinken stand, doch sicherheitshalber sollte man den Knüppel hier immer in Neutralstellung bringen. Unter realen Bedingungen werde ich das noch alles testen und hier meine Erfahrungen posten.


      Grüße Sven
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    • @EOS

      Mal ne doofe Frage, sind die Steuerungselemnet an der Funke des Q500 schon mal kalibriert worden??
      Wäre der deutlich bessere weg als eine "Fixierung" in die Funke zu bauen damit der in einer Höhe bleibt...meine Meinung.

      Die Fixierung ist nur notwendig, wenn man die Fernsteuerung beim Gas auf "RC-Standard" umbaut, so wie ich es gemacht hab. Da der Federmechanismus jetzt fehlt, welcher die Gas-Achse zentriert, müsste man nun immer die Mittelstellung, also den Schwebemodus suchen. Mit der kleinen Kerbe, kann man ihn dann auch ohne Feder exakt spüren und einstellen.

      Wie gesagt ist das nicht jedermanns Sache. Ich hab jetzt aber schon ein paarmal von Leuten gelesen, die auch Heli fliegen oder geflogen sind, die Pitch auch immer invertiert hatten und das nun beim Copter auch gerne wieder hätten. Auch die Selbstzentrierung mittels Feder mögen nicht wirklich alle.
    • @ Sven,
      danke für deinen doch recht ausführlichen Beitrag. Beim lesen fühlte ich mich in meine aktiven RC Zeiten zurückversetzt. Damals konnte man solche Dinge/Beiträge oftmals in der Zeitschrift FlugModell lesen. In heutigen Zeiten der RTF Kopter braucht man solche Dinge zwar sehr selten aber wohl dem der noch etwas händisches Geschick hat und auch weiß an welchem Ende der Lötkolben heiß wird. *

      * Und bevor die Mitleser der anderen Seite den Finger heben:
      Nein, mir hat meine fliegerische Erfahrung aus der RC Zeit nicht beim Kopterfliegen geholfen und ich bastele auch nicht an meinen Koptern/Funken herum.
      Gruß - Bernd
      Einer der letzten Q500 4K Flieger und einer von 5 aus der Selbsthilfegruppe ;)
      Man muss sich die Menschen aussuchen
      die einem auf die Nerven gehen dürfen.
    • So hab das Ganze jetzt noch mal ausgiebig im UAV-Sim getestet und die Landungen werden deutlich sanfter.

      Man kann jetzt z.b. in den Schildkrötenmodus gehen und den Gashebel auf ca. 20% Leistung reduzieren, dort einfach stehen lassen (er geht ja nicht zurück) und zusehen, wie der Copter zunächst etwas zügiger, dann wenn der Bodeneffekt einsetzt gebremst, wirklich ruhig im Zeitlupentempo aufsetzt.

      Klar ist jetzt nur virtuell, wobei ich sagen muss, dass das Flugverhalten des Q500 im UAV-Sim recht gut umgesetzt ist. Auch hier hatte es vorher immer diesen leichten "Bouncing-Effekt" beim Landen gegeben. Der ist jetzt fast gänzlich verschwunden, wenn man wie oben beschrieben langsam aufsetzt. Auch im schnelleren Hase-Modus ist das Landen so viel sanfter.

      Ich denke, dass kommt einfach daher, weil man, da man durch die Federkraft immer etwas gegenarbeiten muss, den Steueknüppel nie wirklich ruhig hält und somit während des Landens an den Copter feine Steuerimpulse sendet. Diese führen wahrscheinlich, da er ja darauf reagiert, zu diesem Bouncing-Effekt. Das hat sich nun nach dem Umbau zumindest im Simulator deutlich verbessert.

      Das selbe gilt übrigens auch für sanftes Abheben nach einer Zwischenlandung. Einfach das Gas etwas rauf, stehen lassen und warten. Kein Bocksprung mehr! Ausnahme ist hier leider der erste Start nach Einschalten des Copter, da er hier einfach erst ab einer bestimmten Gasstellung reagiert. Aber auch das lässt sich meines Erachtens ohne Federkraft besser kompensieren.

      Ein Testflug steht noch aus! Ich hoffe sobald wie möglich, da ich leider noch ein paar Sachen sonst um die Ohren hab. Wenn das unter Realbedingungen auch nur annähernd so gut funktioniert wie jetzt in der Simulation, dann bin ich echt voll zufrieden!

      Ach ja, "Home" funktioniert in der Simulation auch wenn das Gas auf Null oder sonst wo steht. Real, wie gesagt weiß ich noch nicht. Ich würde aber sicherheitshalber trotzdem immer empfehlen, vor dem Einleiten der Homefunktion den Knüppel in Neutralstellung oder "Autohover" zu bringen.
    • @Bernd Q

      danke für dein Dankeschön und gern geschehen ^^

      Ja das ist wirklich nur was für "Spinner" aber wenn man es halt mal so gewohnt ist, tut man sich leichter mit dem Fliegen in "gewohnter Umgebung". Mir haben meine RC-Erfahrungen beim Copter auch nicht wirklich geholfen, da das einfach ein ganz anderes Fliegen ist, eher so ne Art "Containerkran" steuern.

      Da ich damit nicht wirklich klar komme, evtl. auch durch das jahrelange Fliegen in der Flugsimulation, versuche ich den Copter zum "normalen Fliegen" zu bewegen. Wie gesagt sicher nicht jedemanns Sache und schon gar nicht für Leute geeignet, welche vorher nie mit RC-Modellen und vor allem auch mit Helis geflogen sind. Wenn man mit Multicoptern angefangen hat, dann ist man dieses Steuern einfach gewohnt und kann mit dem was ich jetzt gemacht habe sicherlich überhaupt nix anfangen.

      Ehemalige Helipiloten hingegen werden sich eher etwas mehr heimisch fühlen und mit dem Steuern des Copter doch mehr spielen. Der Heli ist da wesentlich schwieriger zu bändigen. Ich hab da schon schmerzliche Erfahrungen früher gemacht und ich bin nur "Scale" geflogen also keine Kunststücke.