​Ab in die Berge

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Bilderpower schrieb:

      Ich dachte eher an ein Stativ mit Panorama Kopf... :thumbsup:

      ruf mal an!

      Ps: Schattenparker! :D
      Uh gute Idee. Man könnte ja mal so'n Gitzo-Kugelkopf an nem Mavic befestigen :evil: Hält bestiiiimmt.

      Apropos Gitzo-Kugelkopf... Vor einigen Wochen habe ich irgendwo hier ein Bild von einem Baum reingestellt... Ein Baum, der hier ganz in der Nähe steht. Den sehe ich immer, wenn ich eine kleine Tour durch den nahegelegenen Wald mache, und ich habe ihn schon oft fotografiert. Aber irgendwie war ich nie mit dem Ergebnis zufrieden. Meist war es einfach zu "flach", zu leblos... Zu <hier bitte etwas einfügen, das die Bildstimmung dämpft>.



      ... aber zufrieden war ich nie damit. Bis mir vor ein paar Tagen eine Idee kam. Eigentlich hätte ich schon viel, viel früher darauf kommen können. Aber manchmal braucht ein Holzkopf eben einen Specht, der die Käfer darin in Bewegung bringt...
      Jedes Stativ das ich nutze, besitzt irgendwo mindestens eine Wasserwaage. Doch diesmal - dem guten, alten und unheimlich schweren Gitzo-Kugelkopf sei Dank - mit einer Wasserwaage, die nicht erst oben im beweglichen Teil eingebaut ist, sondern darunter. Anders hätte ich das Stativ auch nie vernünftig ausrichten können. Also hiess es kurz ausrichten und dann ein Panorama daraus machen.
      Die Helligkeitsunterschiede waren natürlich enorm, da ich direkt in Richtung des Sonnenuntergangs fotografieren wollte. Also hiess es auch gleich noch mehrere Reihen fotografieren.

      Das Ergebnis waren jeweils fünf hochkant aufgenommene Fotos mit jeweils 20° Abstand zueinander, und das fünf mal. Weil vor Ort lässt es sich ja nur schwer genau sagen, wann der Himmel auf einem Bild möglichst optimal aussehen wird.

      Und siehe da, plötzlich war mir dann klar, warum es bisher nie so aussah, wie ich es gerne gehabt hätte. Der sichtbare Bereich war immer irgendwie zu klein. Durch das mit weitwinkliger Linse (16mm in diesem Fall) aufgenommene Panorama jedoch war plötzlich viel mehr zu sehen. Links ein vernünftiger Abschluss durch den Waldrand, und rechts genau so. Und ganz nebenbei hatte ich auch gleich noch den Mond mit drauf, der sonst nicht mit aufs Bild gekommen wäre.

      Der Rest war dann Routine... Die einzelnen Aufnahmereihen stitchen, als Ebenen laden und danach per Ebenenmaske überblenden, damits eben passt.
      Durch das automatische Stitchen in Ps war allerdings der Draht links im Vordergrund etwas unzusammenhängend, was dann kurz repariert werden musste. Aber solche Kleinigkeiten sind ja bei so weitwinkligen Linsen und so grossen Abständen (20°) besonders im Vordergrund kein Wunder.





      Nun, jetzt kann ich mich jedenfalls entspannt zurücklehnen und muss nicht mehr den Gedanken im Hinterkopf haben, dass ich diesen Baum noch nie fotografieren konnte, wie ich es gerne getan hätte. :D
    • ... und gibt es keine Berge, geht es eben in die entgegengesetzte Richtung... Abwärts.

      Wenn Seen verschwinden, taucht die Vergangenheit wieder auf. Gerade hier im Herzen des Kantons Freiburg kann man dieses Schauspiel jedes Frühjahr in Erwartung der Schneeschmelze beobachten. Der Greyerzersee dieht als Pufferbecken in einer Reihe von mehreren Stauungen entlang der Saane. Dadurch wird dessen Seespiegel jeweils gesenkt, bis der Schnee schmilzt und sich der Wasserstand wieder normalisiert.
      Doch in diesem Jahr... Ist alles etwas anders. Es liegt immer noch Schnee in den Bergen, und es kommt wöchentlich mehr dazu... Ohne dass er gross wegzuschmelzen scheint. Dadurch sinkt auch der Wasserspiegel in Erwartung der immer grösser werdenden Schneemassen weiter. Inzwischen ist er über 20m unterhalb dem maximalen Füllstand, und es scheint noch weiter abwärts zu gehen.

      Dadurch tauchen diverse Zeitzeugen aus den 40er-Jahren und noch früher des vergangenen Jahrhunderts auf. Die Überreste von gefluteten Bauernhäusern, der ursprüngliche Verlauf der Saane... Und mitten im Herzen des Kantons entsteht ein unglaublich breites, wildes Flussbett.

      Grund genug für mich, mit kiloweise Seegrund an den Schuhen durch die Landschaft zu stiefeln, auf der Suche nach alten Baumstümpfen, die 1947 unter dem steigenden Wasserspiegel verschwunden sind.
      An diesem Abend war zu meinem Glück die oberste Erdschicht gefroren, wodurch sich weisse, frostige Ränder an den Erdschollen gebildet hatten. Eine äusserst willkommene Sache. :)




      Aufgrund der Nähe zum Flugplatz Broc ist hier ein Umherfliegen nicht so wirklich clever, dazu müsste man schon etwas see- bzw. flussabwärts gehn.
    • Bibwue schrieb:

      Aufgrund der Nähe zum Flugplatz Broc ist hier ein Umherfliegen nicht so wirklich clever, dazu müsste man schon etwas see- bzw. flussabwärts gehn.

      Aber toll könnten die Luftaufnahmen von den diverse Zeitzeugen aus den 40er-Jahren und aus dem vergangenen Jahrhundert schon werden.
      Hier gilt es einfach Wagnis und Erlaubnis abzuwägen und dann nach gesundem Menschenverstand zu entscheiden.
      Wenn dann eventuelle tolle Bilder/Videos auf der Strecke bleiben dann ist das leider so.
      Gruß - Bernd
      Einer der letzten Q500 4K Flieger ;)
      Man muss sich die Menschen aussuchen
      die einem auf die Nerven gehen dürfen.
    • Bernd Q schrieb:


      Aber toll könnten die Luftaufnahmen von den diverse Zeitzeugen aus den 40er-Jahren und aus dem vergangenen Jahrhundert schon werden.
      Hier gilt es einfach Wagnis und Erlaubnis abzuwägen und dann nach gesundem Menschenverstand zu entscheiden.
      Wenn dann eventuelle tolle Bilder/Videos auf der Strecke bleiben dann ist das leider so.

      Definitiv! 66 Häuser, 11 Brücken, ein altes Stauwehr, viele Bäume... Alles verschwunden. Und momentan sind so einige Bauernhäuser wieder zu sehen. Naja, zumindest deren Grundmauern.
      Die Flugverbotszone ist nebst der Flugplatznähe eben auch noch ein Zugvogelreservat direkt an der Saanemündung in den See, daher fliege ich dort sicherlich nicht (auch wenn da zur Zeit kein Zugvogel zu sehen ist, nur einheimische "Standardvögel").
      Aber das betrifft nur vielleicht 15% des Sees. :) Weiter nördlich ist das alles kein Problem. Und da wirds dann auch richtig spannend. Senkrecht von oben herab fotografiert, sieht das nach einem Wüstenplanet aus zur Zeit.
      Dumm nur, dass es gleich wieder zu regnen beginnt... kah